Weltgesundheitstag 2015

Seit 1954 erinnert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 07. April mit dem Weltgesundheitstag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Ziel dabei ist es, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

2015 steht die Lebensmittelsicherheit im Fokus. Eine Thematik die auch hier in Deutschland von Relevanz ist, wie der EHEC-Ausbruch von 2011 gezeigt hat. Damals erkrankten 4.321 Personen, von denen 50 starben. Die EHEC-Bakterien wurden dabei durch verunreinigtes Gemüse verbreitet.

Um einen möglichst hohen Schutz vor verunreinigten Lebensmitteln zu gewährleisten, ist es notwendig, dass alle an der Verwertungskette von Lebensmitteln Beteiligten, sich um größtmögliche Hygiene bemühen. Das schließt neben den Produzenten und der Weiterverarbeitung auch die Konsumentinnen und Konsumenten mit ein. Durch Veränderungen in unseren Lebensgewohnheiten wie z.B. verstärktes Reisen oder auch Veränderungen in der demografischen Struktur unserer Gesellschaft, also ein höherer Anteil älterer und damit krankheitsanfälligerer Menschen, steigt das Risiko für schwere Epidemien.

Die WHO hat darum fünf Schlüsselfaktoren benannt, durch die Verbraucherinnen und Verbraucher einen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit leisten können:

  1. Für Sauberkeit sorgen.
  2. Rohe und zubereitete Lebensmittel trennen.
  3. Essen gründlich kochen.
  4. Lebensmittel bei gesundheitlich unbedenklichen Temperaturen aufbewahren.
  5. Sauberes Wasser und saubere Rohmaterialien verwenden.

weitere Informationen findet ihr auf dem WHO-Faktenblatt “Lebensmittelsicherheit”.

Im Einsatz für die Gesundheit: EFSA und das BVL

Merkblatt: Fünf Schlüssel zu sicheren LebensmittelnAuf europäischer und nationaler Ebene wachen die European Food Safety Authority (EFSA) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) darüber, dass alle Lebensmittel, die sich auf unseren Märkten kaufen lassen, für die Gesundheit unbedenklich sind. Über lebensmittelwarnungen.de weisen das BVL und die Länderbehörden auf aktuell bedenkliche Produkte hin. Verbraucherinnen und Verbrauchern haben so die Möglichkeit selbst aktiv zu werden.

Seit 2002 gibt es auch auf europäischer Ebene ein Pendant zum BVL: EFSA mit Sitz in Parma, Italien. Die EU-Agentur stellt für die Kommission, das Parlament und die Mitgliedsstaaten wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Dabei kann EFSA durch EU-Institutionen um fachliche Unterstützung gebeten werden, oder aber selbst aktiv werden, wenn der Verdacht auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung besteht. EFSA ist dabei finanziell unabhängig und den Prinzipien der Transparenz und wissenschaftlichen Unabhängigkeit verpflichtet. Die Agentur informiert u.a. in einem eigenen Journal und auf ihrem youtube-Kanal (EFSAchannel) über die aktuelle Arbeit.