Pressemitteilung: »Den Kampf gegen den Krebs ernst nehmen – Ungleichgewichte in der EU bekämpfen!«

Iris Hoffmann, SPD-Europaabgeordnete für Mecklenburg-Vorpommern zum Weltkrebstag:

“Der Krebs ist immer noch eine der häufigsten Todesursachen in der EU. Zwar stieg laut Eurostat die Überlebensrate in den letzten 15 Jahren, doch das Gefälle zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Mitgliedstaaten bleibt groß. Patienteninformation, qualitative Vorsorge und Behandlung in den Mitgliedstaaten unterscheiden sich stark voneinander.

Als Betroffene, weiß ich wie wichtig eine gute Krebsvorsorge nach den modernsten medizinischen Erkenntnissen ist, die eine Früherkennung möglich macht. Die rechtzeitige Behandlung erhöht die Überlebenschancen deutlich. Daher ist es wichtig, allen EU-Bürgern Zugang zu einer hochwertigen Krebsvorsorge zu ermöglichen.

Seit 1985 ist die Krebsbekämpfung ein wichtiger politischer Schwerpunkt der EU. Jährlich investiert die EU-Kommission über 180 Mio. Euro in die Krebsforschung. Nach meiner Auffassung muss aber auch eine Debatte über ein europäisches Krebsregister stattfinden. Durch einen gezielten Datenaustausch und eine Datenauswertung könnte die Erforschung von Krebsursachen stärker gefördert werden.

Schließlich sind natürlich aber auch die Mitgliedstaaten gefragt, europäische Leitlinien und Aktionsprogramme national umzusetzen. Sie müssen den Kampf gegen den Krebs Priorität einräumen, Krebsstrategien sowie Präventionsmaßnahmen in Ihren nationalen Aktionsplänen aufnehmen und implementieren.”