Das Europäische Parlament hat in dieser Woche dem Trilogergebnis zur Reform von Eurojust, der EU-Agentur zur Koordinierung der justiziellen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten, zugestimmt. In Fällen von grenzüberschreitendem Betrug, Geldwäsche oder Menschenhandel kann nur durch grenzüberschreitende justizielle Zusammenarbeit effizient ermittelt werden. In Zukunft wird es der Agentur möglich sein, auch in Eigeninitiative darauf hinzuweisen, wenn es Probleme bei der grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung gibt.
Die Schaffung eines Exekutivausschusses, der Verwaltungsaufgaben übernimmt, sorgt zudem dafür, dass sich die nationalen Mitglieder von Eurojust verstärkt der operationellen Arbeit widmen können. Außerdem wird mit der Eurojust-Reform die Arbeitsteilung mit der kommenden Europäischen Staatsanwaltschaft, die für die Bekämpfung von Straftaten zulasten des europäischen Steuerzahlers zuständig sein wird, geklärt.