Bevor die zweite Verhandlungsphase beginnen kann, besteht die Europäische Union weiterhin darauf, dass erst einmal genügend Fortschritte bei den Vereinbarungen zum Austritt erreicht werden. Einer der wichtigsten Beschlüsse geht auf die Frage nach den Rechten der in Großbritannien lebenden EU-Bürgerinnen und Bürgern zurück. Diese sollen nach neuesten Vereinbarungen keinen Verlust von bestehen Rechten und sozialen Ansprüchen erleiden. In Finanzfragen hat das Vereinigte Königreich nun auch eingesehen, dass der Austritt nicht zulasten der verbleibenden EU-Staaten ablaufen kann. Eine Sonderbehandlung, z.B. in Fragen der Handelsbeziehungen, wünschen sich die EU-Aussteiger trotzdem. Sich nur die Vorteile herauszupicken, ohne sich der dazugehörigen Verantwortung zu stellen lehnen wir allerdings konsequent ab. Ein starker Fokus auf weitere enge Zusammenarbeit mit den Briten ist trotzdem wünschenswert und Pläne einige EU-Programme, wie Erasmus+ etwa, weiterzuführen sind erfreulich. Nach der Annahme einer Resolution zur Bewertung des Fortschritts bei den Brexit- Verhandlungen wurde letzte Woche nun auch beim EU-Gipfel in Brüssel positiv entschieden.