Während die Aufgaben der EU in Zukunft immer mehr Bereiche umfassen werden, verliert der EU-Haushalt durch den Brexit seinen drittgrößten Beitragszahler und damit ca. 10 Milliarden Euro jährlich. So passen der erhöhte Bedarf und die geringeren Mittel nicht mehr zusammen.

Diese Herausforderung für die Zukunft der europäischen Haushaltspolitik wurde deutlich im gemeinsamen Reflektionspapier von EU-Kommission und Haushaltskommissar Günther Öttinger thematisiert. Durch den Brexit können aber auch Reformvorhaben ermöglich werden, die gegen diese Entwicklungen an arbeiten. Erklärtes Ziel muss die Stabilisierung des EU-Haushaltes sein, ohne dabei jedoch die nationalen Kassen weiter zu belasten. In den kommenden Wochen wird von der Kommission der Vorschlag zum mehrjährigen Finanzrahmen ab 2021 vorgelegt, auf den das Reflektionspapier deutlichen Einfluss hat.