Auch einen Tag danach – noch immer Fassungslosigkeit

brusselx

Gestern erlebten wir erneut einen Angriff auf die Menschlichkeit, auf das Recht eines Jeden in Freiheit und Frieden zu leben. Diesmal traf es Brüssel, Europas Hauptstadt.

Wut, Entsetzen über die Täter sowie Anteilnahme und Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen begleiteten uns beim Anblick der schrecklichen Bilder.

Auch ich war in Brüssel und erlebte die Schockstarre hautnah mit. Es gibt leider keine einfachen Antworten auf diesen Terror.

Die Probleme sind vielschichtig und zeigen wie wichtig es ist, dass Europa seine demokratischen Grundrechte gemeinsam und vereint verteidigt. Natürlich gehört dazu auch eine tragfähige europäische Sicherheitspolitik, die über nationale Grenzen hinaus geht und die entsprechenden Behörden und Dienste miteinander vernetzt.

Wir dürfen aber auch nicht verkennen, dass die Attentäter oftmals inmitten unserer Gesellschaft aufwuchsen, sich aber von ihr abwandten und radikalisierten. Mangelnde Integration und Perspektivlosigkeit sind dabei ein wichtiger Teil der Ursachen. Hierfür müssen natürlich zum einen die Nationalstaaten Lösungen anbieten. Aber auch die eurpäische Wertegemeinschaft ist in der Pflicht, hier Perspektiven und Zukunftschancen nicht nur zu eröffnen, sondern zu ihrer Herzenzangelegenheit zu machen.

Wir dürfen uns dem Terror nicht beugen und unsere Freiheit nicht nehmen lassen. Ich möchte ein buntes, ein vielfältiges, ein offenes Europa und kein Europa das Menschen ausgrenzt, ihnen mit diskriminierenden Vorurteilen begegnet und rechtsextremes Gedankengut fördert.