Die bisherigen Europawahlen beinhalten bisher lediglich die Summe aus getrennten Abstimmungen in den einzelnen Mitgliedstaaten – mit nationalen Regeln, nationalen Wahllisten und nationalen Wahlkämpfen. In der letzten Woche wurde nun ein Vorschlag des Verfassungsausschusses ins EU Parlament eingebracht, dass 27 der bisherigen britischen Sitze für europaweit gewählte Abgeordnete verwendet und durch gesamteuropäische Spitzenkandidaten angeführt werden sollten.
Diese Reform des Europawahlrechts wurde im Plenum in der letzten Woche von mehrheitlich rechtsnationalen und konservativen Kräften jedoch abgelehnt.